Nuclear Ginza – Die traurige Wirklichkeit vom anderen Japan

Ab Mitte der 1960er durchlebte Japan die Phase seines größten wirtschaftlichen Aufstiegs, nachdem es nur wenige Jahre nach der Kapitulation zum Ende des Zweiten Weltkriegs in eine tiefe Depression fiel. Die Wirtschaft blühte, erreichte ein jährliches Wachstum von über zehn Prozent und verschaffte sich damit die Grundlage als Industrienation. Die Konkurrenz aus Übersee beäugte den Aufstieg Japans argwöhnisch und rätselte um den Erfolg des ostasiatischen Staates. Viele Faktoren, die für eine gewisse Einzigartigkeit der Japaner sprechen, wurden herangezogen, um sich eine Antwort auf das Wirtschaftswunder Japan zu bilden. Doch es war auch jene Zeit, in der die Atomtechnologie als Energieerzeuger in Japan Fuß fasste und den wirtschaftlichen Aufstieg förderte. Die Leidtragenden sind die Verlierer der Gesellschaft. Es sind die Tagelöhner und Arbeitslosen, Arbeiter in Slums und Menschen auf der Straße. Von ihnen berichtet der 25-minütige Dokumentarfilm „Nuclear Ginza“ (1995).

Eine grafische Übersicht der Küstenregion der Präfektur Fukui. Zu sehen sind die Ballungspunkte von insgesamt 13 Kernkraftwerken. (Criticality.org)

Der Titel der Dokumentation verweist auf die Küstenregion entlang der Präfektur Fukui in Westjapan. Das Gebiet verzeichnet aktuell 14 Atomkraftwerke und nimmt dabei Bezug auf die berühmte Einkaufspassage Ginza, nahe der Küste der Tokioter Bucht. Dicht aneinander gedrängt, reihen sich in Tokio edle Nobel-Boutiquen, Theater und Restaurants aneinander. In der Präfektur Fukui sind es nicht die Shopping-Tempel, sondern die dichte Ansammlung von Kernkraftwerken, die die Küstenregion prägen. Das Gebiet um die Wakasawan-Küste umfasst ausschließlich Kernkraftwerke des Energiekonzerns Kansai Denryôku, dem westjapanischen Gegenstück zu TEPCO. Der Konzern stellt Energie für mehrere Großstädte der Kansai-Region bereit, darunter Osaka, Kyoto und Kobe. Etwa 50 Prozent des Energiebedarfs werden von den Atomkraftwerken der „Nuclear Ginza“ gedeckt. Mit einem Aufkommen von 14 Reaktoren an der Küste auf einer Strecke von 90 Kilometern ist es der größte Ballungsraum von Atomkraftwerken weltweit.

Produziert wurde die Dokumentation von Nicholas Rohl, der sich wesentlich auf die Arbeiten des investigativen Fotojournalisten Kenji Higuchi stützt, der im Bericht mehrmals als Interview-Leiter auftaucht. Mit Kamera und der nötigen Initiative betrat er eine Welt, die Touristen, Geschäftsleuten und Japan-Begeisterten vollkommen fremd ist. Eine Welt, in der Korruption und die Ausnutzung der gesellschaftlich Schwachen zur Routine wurde. Eine Welt, in der das organisierte Verbrechen längst die Oberhand gewann und die Regierung bewusst die Augen verschließt. Der Film ist zu einer Zeit entstanden, als Atomkraftwerke in Japan förmlich aus dem Boden sprossen, und mit ihnen die Probleme für die untere Gesellschaftsschicht. Japan rüstete sich Anfang der 1990er für eine energiereiche Zukunft, nachdem bereits die vorherigen Jahrzehnte im Zeichen der Atomtechnologie standen. Um den gewaltigen Energiehunger des Landes zu stillen, wurden in den Jahren von 1989 bis 1995 ganze 15 Kernkraftwerke in Betrieb genommen.

Nicholas Rohls Fokus liegt auf den Einzelschicksalen der Arbeiter und deren Angehörigen. Sie erzählen von ihrer Anstellung in den Kraftwerken und deren Auswirkung auf ihr Leben. Wer einmal in der Gesellschaft Japans abstürzt, rafft sich so schnell nicht wieder auf. Die Chance auf ein besseres Leben sehen viele Betroffene in ihrer Hoffnung auf gut bezahlte Arbeit. Mit rentablen Löhnen und leichter Arbeit werden sie geködert, ohne misstrauisch und kritisch gegen ihre Arbeitsvermittler und Vorgesetzten vorzugehen. Als Objekte behandelt, sind sie jederzeit auswechselbar, falls der gesundheitliche Zustand keine Ausbeutung der Arbeitskräfte mehr zulässt.  „Nur ein einziges Mal wurde es mir erlaubt, Fotos in einem Atomkraftwerk zu machen… Ich werde nie vergessen, wie es war. Die Hitze und die Dunkelheit; die Arbeiter, entkleidet, ungeschützt und vom Schweiß durchnässt. Sie standen in einem Sauerstoffzelt, ringend nach Luft“, schildert Kenji Higuchi seine Eindrücke.

Ohne Vorbildung, Aufklärung und angemessener Schutzbekleidung setzen sich die Arbeiter radioaktiver Strahlung aus. Die Symptome der radioaktiven Belastung gleichen denen der Liquidatoren, die einst die Katastrophe von Tschernobyl einzudämmen versuchten. Die Zähne bröckeln, das Haar fällt aus, der Alterungsprozess beschleunigt sich. Durch die Schädigung der Chromosomen ist Impotenz unter den Männern keine Seltenheit, sofern sie der Strahlungen über lange Zeit ausgesetzt waren. Hinzu kommen Depressionen und die Diskriminierung von allen Seiten der Bevölkerung. Der Körper ist ausgelaugt und verzehrt. Die Gesellschaft Japans tut sich schwer, die Probleme der untersten Schwelle der Atomindustrie zu verstehen, denn es ist ein Thema, das konsequent von Regierung und Wirtschaft unter Verschluss gehalten wird. Die Mehrheit der Arbeiter versteckt sich, anstatt an die Öffentlichkeit zu gehen. Für die Kraftwerksbetreiber ist es ein leichtes Spiel, die Schweigepflicht ihrer abgetriebenen Arbeitskräfte käuflich zu erwerben. „Die traurige Wirklichkeit in Japan ist leider, dass die Demokratie in den Gebieten mit Atomkraftwerken zerstört wurde“, kommentiert ein Japaner die Situation im Video.

Die Anzahl der betroffenen Arbeiter lag während der Entstehung der Dokumentation bei 290.000 Menschen. Hoffnung auf Veränderung gab es keine. Japans Atompolitik plante vor Fukushima die Ausweitung von Kernkraftwerken, ohne die Expansion alternativer Energien in Erwägung zu ziehen. Mehr als ein Jahr nach der Katastrophe von Fukushima, in einem Japan der Gegenwart, das ganz ohne Atomstrom auskommt, glänzt erstmals der Hoffnungsschimmer auf ein Bruch dieser Tradition.

Quellen und weiterer Lesestoff:

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Das Atomdorf – Die ZDF-Reportage zur Atompolitik Japans

Als Regierungschef betitelt möchte man meinen, der Premierminister sei die höchste Gewalt des japanischen Staats. Ihm obliegen die meisten Kompetenzen, er trägt die größte Verantwortung. Zu verantworten hat er sich zu jeder Krise, die sein Land heimsucht. Seine Kompetenzen werden allerdings von einem System verschluckt, dass die Verkettung von Bürokratie, Politik und Wirtschaft vorsieht. Nicht der Premierminister regiert als oberste Instanz, sondern Beamte, die im Hintergrund politischer Entscheidungen agieren. Es ist ein System, dass auf eine jahrzehntelange Tradition zurückblickt. Von 1955 bis 2009 dominierte die Liberaldemokratische Partei Japans (LDP) fast ausschließlich die Politik des Inselstaats, setzte grobe politische Richtlinien und überließ dem fest verankerten Beamtenapparat alle weiteren Angelegenheiten. Seit 2009 löst die Demokratische Partei Japans (DPJ) ihren konservativen und mit wirtschaftlichen Interessen verquickten Vorgänger ab und wagte einen „neuen Stil politischer Führung“.

Der ehemalige japanische Premierminister Naoto Kan im Jahr 2011. (Copyright © World Economic Forum, Lizenz: CC BY-SA 2.0)

Sehr zum Leidwesen der gut einstudierten Kooperation von Politik und Bürokratie. Naoto Kan als Mitbegründer der DPJ wurde zum Feindbild des Beamtentums. Erstmals regte sich der politische Apparat durch die Hände einer einzigen Partei, ohne mehrheitlich von bürokratischen Interessen durchdrungen zu werden. Die DPJ machte den Beamten wissentlich das Leben schwer. Selbst das als „Amakudari“ (vom Himmel herabsteigen) bekannte System wurde ihnen fortan streitig gemacht. Denn die Sitte war, hochrangige Beamte nach ihrer Pensionierung und einer Ruhepause von zwei Jahren in wirtschaftlich starke Unternehmen einzuschleusen, um die Verbindung zwischen Wirtschaft und Bürokratie aufrechtzuerhalten. Der DPJ war dieser „Gang vom Himmel“ ein Dorn im Auge. Wie sollte auch der „neue Stil politischer Führung“ aufgegriffen werden, wenn die alten Praktiken beibehalten werden? Die Antwort der Bürokraten auf den politischen Umschwung war ein klarer Konter. Sie nutzten ihre Stellung, um Premierminister und Kabinett auf Amtswegen zu blockieren, schlachteten jeden Skandal in voller Breite aus um der neuen Partei die Leviten zu lesen.

Die Katastrophe von Fukushima war ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt, den Prozess gegenseitiger Behinderung fortzusetzen. Doch sie zeigte der Öffentlichkeit außerhalb Japans, mit welchem System der Staat zu kämpfen hat. Das Eiserne Dreieck hatte sich selbst gelähmt. Auf der einen Seite Naoto Kan, der mit aller Härte dem Energiekonzern TEPCO die Stirn bietet, sich aufrafft, um zu retten, wozu der Konzern schon lange nicht mehr in der Lage war. Und dazwischen die sprachlosen Bürokraten, die nur widerwillig mit Kan kooperierten. Es war der Anfang vom Ende der Regierungszeit Naoto Kans, denn die Methoden des Premierministers ließ nicht nur die Bürokratie aufstoßen. Er behauptete sich im Alleingang gegen das eiserne System und setzte seine Glaubwürdigkeit aufs Spiel, denn Medien und Parteifeinde saßen ihm im Nacken. Als Individualist verpönt, spottete man über ihn. Er, der es sich wagte, als Einzelgänger TEPCO das Steuer aus der Hand zu reißen.

„Was ist hier eigentlich los!?“ Ein Zitat aus seinem Munde, als er den überforderten Managern TEPCOs gegenüberstand. Für Naoto Kan stand das Schicksal seines Landes auf dem Spiel, denn nur zu gut kannte er das Trauerspiel der Bürokraten. Verantwortung kann und möchte niemand übernehmen. Noch vor seinem Rücktritt am zweiten September 2011 leitete er die Grundlagen für ein atomfreies Japan ein. Heute bekennt er sich als Umweltaktivist, der um das Wohl seines Landes besorgt ist. Schon vor seiner Amtszeit war Kan als Bürgerrechtler bekannt, der der Gesellschaft den Rücken zu stärken versuchte. Noch während der Katastrophe hinterließ er erste Schrammen am Eisernen Dreieck, indem er drei hochrangige Bürokraten aus NISA, Wirtschaftsministerium und der Behörde für Naturressourcen und Energie entließ. Für sie war die Atomkrise ein Übel, dessen Auswirkungen und Ursachen es hinter einem dichten Vorhang aus Intransparenz und Euphemismus zu verschleiern galt. Laut japanischen Medien saß das Misstrauen Kans gegenüber den Ministerien und Aufsichtsräten tief. Vielmehr setzte er auf eigene Informanten und persönliche Berater, während er den Krisenstab mit harter Hand führte.

Der japanische Wirtschaftsminister Yukio Edano (DPJ), aufgenommen im September 2010. (Copyright © DAJF, Lizenz: CC BY-SA 3.0)

Nach mehr als einem Jahr der Krisenbewältigung ist der Ausnahmezustand vorüber, doch die Verflechtung von Bürokratie, Politik und Wirtschaft trägt weiter seine Früchte. Zwar bleibt die DPJ mit Yoshihiko Noda als Premierminister an der Spitze, doch die kritischen Verhältnisse bleiben dieselben. Ab dem fünften Mai bezieht Japan nach 42 Jahren seinen Strom ohne den Einsatz der riskanten Atomtechnologie. Die Konzerne befürchten dadurch einen Engpass an Energiereserven von etwa 20 Prozent. Laut offiziellen Angaben müsste die Hälfte aller AKWs wieder in Betrieb genommen werden, um diese Lücke zu schließen. Doch das Spiel mit Zahlen ist in Japan nicht unüblich, um den eigenen Interessen Nachdruck zu verleihen. Derselben Meinung ist auch der Politiker Yukio Edano als Minister für Wirtschaft, Handel und Industrie. Bevor er grünes Licht für die Atomkonzerne und Energieriesen gibt, möchte er eigene Berechnungen anstellen. Vertrauen ist in Japan ein Fremdwort vergangener Zeiten.

Diesen Artikel als Vorspann nutzend, möchten wir auf die 30-minütige ZDF-Reportage vom 07. März 2012 verweisen. Mit dem Titel „Die Fukushima-Lüge“ versuchte der Journalist Johannes Hano, das undurchsichtige Geflecht der japanischen Atompolitik zu durchdringen. Dabei enthüllte er mittels seiner Kontaktpersonen Informationen, die für den Betrachter unfassbar erscheinen mögen. Im Mittelpunkt steht die Vereinigung von Bürokratie, Aufsichtsräten, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, wie sie innerhalb dieses Blogs öfters thematisiert wurde. Johannes Hano interviewte während seiner Recherche Naoto Kan und diverse Fachleute, die ihm Zugang zu brisanten Informationen ermöglichten. Gen Ende nahm er sich TEPCO zur Brust, um den Konzern mit seinen gesammelten Informationen offen zu konfrontieren. Übrig blieben Ratlosigkeit und Schweigen.

Die Reportage ist unter folgendem Link verfügbar: Die Fukushima-Lüge.

Quellen und weiterer Lesestoff:

Die Suche nach der Alternative

Wird Japan noch dieses Jahr atomfrei? Eine Frage, die schon seit 2011 im Raum steht und auf ihre Beantwortung wartet. Atomfrei bedeutet, auf sämtliche Atomkraftwerke im Land zu verzichten und den Energiebedarf durch andere Energien zu decken. Ein einziges Atomkraftwerk steht noch in Betrieb, nachdem der Rest aufgrund von Wartungsarbeiten abgeschaltet wurde. Derartige Vorkehrungen sind bei Kernkraftwerken keine Seltenheit, doch die Wiederinbetriebnahme wird nach dem schweren Unglück durch Lokalregierungen und Anwohner blockiert. Ab dem 5. Mai soll auch das letzte Kraftwerk abgeschaltet werden, der Reaktor Nummer 3 des Kernkraftwerks Tomari auf Hokkaido. Der Zeitpunkt der Abschaltung steht also fest, sodass ein atomfreies Japan in greifbare Nähe rückt. Doch wie lange kann dieser Zustand beibehalten werden, wenn Atom-Lobby und Politik darauf drängt, schon im Sommer die ersten Kraftwerke wieder hochzufahren. Ihr Argument bleibt, Japan könne sich ohne Atomkraft nicht selbst versorgen, besonders wenn im Sommer die Kühlmaschinen wieder auf Hochtouren laufen. Dabei musste Japan schon einmal mit weniger Energie auskommen. Schon im letzten Sommer sind die Japaner durch umfangreiche Sparmaßnahmen auch mit wenig Atomstrom ausgekommen.

Yoshihiko Noda, seit dem 2. September 2011 Ministerpräsident Japans.

Die Entscheidung obliegt dem aktuellen Premierminister Yoshihiko Noda, doch Behörden und Kraftwerksbetreiber setzen ihn unter Druck. Noda selbst ist gegen Atomkraft, nachdem sein Land 2011 eine der schwersten Katastrophen überstehen musste. Mit dieser Einstellung steht er keinesfalls alleine da, denn ein Großteil der japanischen Bevölkerung spricht sich ebenfalls gegen Atomkraft aus. Stromproduzenten wie die Kansai Electric Power Company (KEPCO) weisen stattdessen auf katastrophale Versorgungslücken hin, sollten die Kraftwerke nicht hochfahren. Egal für welche Seite sich Yoshihiko Noda entscheidet, die andere Partei wird es ihm übel nehmen. Schon Naoto Kan als Premierminister zu Zeiten der Katastrophe geriet unter heftigen Druck, als er in einer Pressekonferenz kurzerhand den schrittweisen Atomausstieg verkündete. Einen Tag später zog sein Kabinett die Aussage zurück. Nach seiner Amtszeit ist Kan noch immer politisch aktiv, denn die Zukunft seines Landes steht auf dem Spiel. Er engagiert sich in einer Gruppe aus AKW-Gegnern, um Japan endgültig aus der atomaren Schlinge zu ziehen.

Währenddessen engagieren sich mehr und mehr japanische Prominente gegen die Wiederinbetriebnahme der Meiler. Sie sammeln Unterschriften, um sie gebündelt Yoshihiko Noda zu überreichen. Der Druck von außen wächst unaufhörlich, wobei nicht sicher ist, ob Noda die Entscheidung über die Wiederinbetriebnahme treffen muss. Gegenwärtig wird über die Erhöhung der Mehrwertsteuer entschieden, um die enormen Kosten des Wiederaufbaus und die Kapitalspritzen an Tepco zu decken. Bereits dieses Vorhaben könnte Nodas letzte als Premierminister sein, wenn die Koalition zu keinem Ergebnis kommt.

Tepco selbst dürstet derweil nach der beantragten Kapitalspritze in Höhe von einer Billion Yen (9,1 Milliarden Euro). Der Staat fordert für diese enorme Leistung hohe Anteile Tepcos, die zur Verstaatlichung des AKW-Betreibers führen. Doch Tepco stellt sich quer und fordert dennoch das Geld, um der Insolvenz aus dem Weg zugehen. Von einer Abschaffung seiner Monopolstellung als Stromerzeuger im Raum Tokio will das Unternehmen nichts wissen und stellt sich gegen die Trennung von Stromproduktion und -verteilung. Tepco fordert viel, will aber nichts geben. Mit der Kapitalspritze stehen dem Staat 75 Prozent des Unternehmens in Aussicht, doch der Konzern gibt maximal 49 Prozent seiner Anteile ab.

Sollte der Staat die Oberhand über das Unternehmen bekommen, stünde einer Energiereform nichts mehr im Wege. Alternativen zur Energieversorgung gibt es schon lange und seit dem temporären Niedergang der Atompolitik bedient man sich anderer Mittel, den Hunger nach Energie zu stillen. Hohe Aufmerksamkeit schenkt der Inselstaat dem preiswerten und sicheren Flüssiggas, das aus den USA und Kanada importiert wird. An anderer Stelle versucht Japan, seine geologische Beschaffenheit zum eigenen Vorteil zu nutzen. Geothermische Energie ist das Stichwort und die hohe Anzahl an Vulkanen die Antwort auf die Frage, welcher Energiequellen man sich günstig noch bedienen kann. Das Land betreibt bereits 18 solcher Kraftwerke, auch wenn nur 0,2 Prozent an thermischer Energie den Gesamtenergiehaushalt ausmachen. Dabei könnte die Inselkette so viel Strom erzeugen, wozu 20 Atomkraftwerke nötig wären. Noch ist ein Ausbau dieser Energiequelle unmöglich, da die größten Vorkommen in Nationalparks liegen. Eine Energiewende ohne Atomstrom sollte allerdings zum Umdenken animieren.

Das Nesjavellir-Geothermie-Kraftwerk in Island, aufgenommen am 6. Oktober 2006.

Die Wende bedeutet aber nicht das Aus für die Atomlobby Japans. Auch sie befand sich schon vor der Katastrophe auf der Suche nach einer Alternative, falls die Geschäfte im eigenen Land einbrechen. Die AKW-Betreiber möchten ihre Technologie an Schwellenländer vermarkten, als sei der Vorfall in Fukushima Daiichi ein routinemäßiges Übel. Zu den Verhandlungspartnern zählen Vietnam und die Türkei, zwei Länder ohne große Erfahrung in Atomtechnologie und mit noch weniger Experten in diesem Gebiet. Den Sicherheitsfragen der Kraftwerke wird man sich später widmen, sobald die ersten Wellen und Beben sich mit den neuen Meilern anfreunden. Gelegenheiten werden sich viele bieten, denn für Vietnam besteht Tsunamigefahr, während die Türkei gelegentlich von Erdbeben heimgesucht wird.

Quellen:

Fukushima Daini – Glück und Ausdauer verhinderten die Kernschmelze

Erinnern wir uns an den 11. März zurück, prangerten in den Medien die Reaktorblöcke von Fukushima Daiichi auf Bildschirmen und dem Titelblatt der Zeitungen. Stunde um Stunde bangten wir um die Zukunft Japans nach einer solchen Krise und brannten uns das Bild des Kernkraftwerks ins Gedächtnis ein. Trotz seiner japanischen Herkunft ist „Fukushima“ ein Begriff geworden, der weltweit verstanden wird. Kaum 12 Kilometer südlich von Daiichi befindet sich das Kernkraftwerk Fukushima Daini (Fukushima 2). Mit vier leistungsfähigeren Reaktoren erzeugt es eine Energie, die den sechs Reaktoren des Unglückskraftwerks ebenbürtig ist. Heute steht es durch Inspektions- und Wartungsarbeiten, sowie zahlreichen Sicherheitstests still. Das gleiche Schicksal wie Daiichi teilt es nicht, doch von Schäden und ernsthaften Risiken blieb es nicht verschont.

Das Atomkraftwerk Fukushima Daini, aufgenommen im Mai 2009. (Copyright © KEI, Lizenz: CC BY 3.0)

Die Reaktoren fuhren auch hier durch die Erschütterung automatisch herunter, während die Wellen wenige Minuten später mit hoher Intensität auf das Gelände des Meilers peitschten. Durch die großen Wassermassen streikten die Kühlsysteme der Reaktorblöcke 1, 2 und 4. Vorbeugend richtete die Regierung um Fukushima Daini eine Evakuierungszone mit einem Durchmesser von 20 Kilometern ein, die fast vollständig von der 40 Kilometer im Durchmesser messenden Zone von Fukushima I umschlossen wurde. Allein die zusätzliche Sicherheitszone von Daini forderte 30.000 Anwohner auf, ihre Heimat für einen gewissen Zeitraum zu verlassen. Laut Betreiber TEPCO gelang es den Arbeitern, die Kühlsysteme seit dem 15. März 2011 wieder in Betrieb zu nehmen, sodass die japanische Atomaufsichtsbehörde (NISA) diesen Vorfall mit der INES-Stufe 3 („Ernster Störfall“) in den Akten verbannte. Ein Expertenteam der NISA besichtigte Anfang dieses Jahres die Anlage und beschönigte den Zustand von Fukushima Daini, es sei zu keinen schweren Schäden gekommen. Die Version des Kraftwerkleiters Naohiro Masusa wirft wie zu erwarten einen Schatten auf das Kraftwerk und unterscheidet sich nicht nur in den Details von dem Bericht der Behörde. Laut ihm wurde die Kernschmelze nur durch Glück überwunden. Was geschah in diesen vier Tagen?

Die Meerwasserpumpen wurden in Kürze von den Wassermassen erfasst. Aufgrund der defekten Kühlsysteme konnte der Druck innerhalb der Reaktoren von Fukushima 2 nicht mehr kontrolliert werden, sodass die Temperatur der Kühlflüssigkeit die zulässigen 100°C überschritt. Der Notstand wurde ausgerufen, da der Druck durch die Abgabe der kontaminierten Gase in die Umwelt gesenkt werden sollte. Ähnlich wie bei Daiichi gelangte der Wasserdampf der Druckbehälter in die Sicherheitsbehälter der Reaktorblöcke. Trotz des hohen Drucks habe man allerdings keine Gase in die Umwelt abgelassen, beteuerten die Behörden der Internationalen Atomorganisation IAEA. Naohiro Masusa ist hingegen fest überzeugt, dass das Unglück durch pures Glück und den Bemühungen der Arbeiter verhindert werden konnte. Die einzige noch funktionierende Stromleitung lieferte den Arbeitern während der Katastrophe Daten über Temperatur und Wasserstand der Blöcke. Anders als bei Daiichi, dessen Werte durch bloßes Abschätzen erhoben wurden. Da die Wasserpumpen und Stromaggregate versagten, mussten über eine Länge von neun Kilometern Kabel verlegt werden. Auf der Anlage befanden sich zu diesem Zeitpunkt 2.000 Arbeiter, die die Anlage wieder mit Storm versorgten. Am Freitagabend oder an einem Wochenende hätten sich nur 40 Arbeiter auf der Anlage aufgehalten. Am 15. März konnten die Arbeiter bereits den Cold Shutdown melden, bei dem die Reaktortemperatur auf unter 100°C heruntergekühlt wurde. Bis heute ist unklar, ob die Anlage nach deren Wartung wieder in Betrieb geht. Was sich mit Sicherheit sagen lässt ist, dass ohne die Katastrophe von Fukushima Daiichi andere Kraftwerke Japans in den Vordergrund gerückt wären.

Der Querschnitt eines Kernreaktors, wie er in Fukushima I und II verbaut wurde.

Der Atommeiler Fukushima Daini ist seit 1982 in Betrieb und versorgte Japan durch vier Siedewasserreaktoren mit Strom. Auch diese Anlage blieb von der verantwortungslosen Verwaltung TEPCOs nicht verschont. Im Jahr 2002 wurde die Fälschung von Berichten über 16 Jahre hinweg aufgedeckt. Um Kosten zu sparen, vernachlässigte TEPCO die Wartung der Anlage und setzte das Personal einem hohen Risiko aus.

Quellen:

Atomenergie & Japan – Teil 1: Geschichte und Funktionweise von Kernkraftwerken

„Verstehen um zu Urteilen“ lautet die Devise unseres dreiteiligen Artikels, der bis zum Ende der Woche das umstrittene Thema Kernkraft in Japan analysiert. Nahezu ein Jahr ist nach der Katastrophe des 11. März 2011 vergangen. Ein Jahr, um Ereignisse und Fakten zu ordnen, Pläne zu hinterfragen und Bezug auf die Gegenwart zu nehmen. Doch um diese Schritte zu unternehmen, wollen wir die Geschehnisse rekapitulieren und ein gemeinsames Verständnis, sowie die Grundlage für weitere Diskussionen erzeugen. Der erste Teil dieses Artikels bildet daher die Grundlage: Was ist Kernkraft und worin bestehen die Risiken?

Das Atomkraftwerk bei Grohnde in Niedersachsen. Zu sehen sind die beiden typischen Merkmale eines DRW: Die beiden Kühltürme und der kuppelartige Bau, der den Reaktor birgt. (Copyright © Heinz-Josef Lücking, Lizenz: CC BY-SA 3.0)

Geschichte und Nutznießer der Kernkraft
Kernenergie – ein Begriff, der mit dem Atomunfall von Tschernobyl (1986) und spätestens seit der Katastrophe von Fukushima (2011) in unserer Gesellschaft heftig diskutiert wird. Risiko- und Nutzenanalysen von Experten stehen im klaren Kontrast zu den Befürchtungen potentieller Opfer, die sich im Angesicht dieser hoch riskanten Technologie nicht sicher glauben. Die Wahrscheinlichkeit eines Störfalls ist prozentual so gering, dass er gerne vernachlässigt wird. So minimal, das Akteure aus Wirtschaft und Politik das geringe Schadenspotential nur allzu gern als Vorteil verkaufen. Doch setzt der Störfall fern jeglicher Analysen und Vorausberechnungen ein, ist die Katastrophe vorprogrammiert.

Der erste Atommeiler zur Erzeugung elektrischer Energie nahm 1954 mit dem Kernkraftwerk Obninsk nahe Moskau seinen Betrieb auf. Darauf sprossen global bis hin zu den 1960ern weitere Kernkraftwerke aus dem Boden, um in das lokale Stromnetzwerk eingespeist zu werden und den Hunger der Länder nach Energie zu befriedigen. Der Ölschock von 1973 – die künstliche Teuerung des Ölpreises – übernahm die Rolle des Katalysators zum Bau weiterer Kraftwerke, um die Energieabhängigkeit der Nationen so weit wie möglich zu drosseln. Ergebnis dieses Kraftwerk-Booms war die beträchtliche Anzahl von weltweit mehr als 500 Kernkraftwerken, von denen heute laut Statistiken der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) noch über 430 in Betrieb sind. Davon sind die USA gegenwärtig die größten Nutznießer mit über 104 Kernreaktoren, während in Europa Frankreich die Spitze aktuell genutzter Kernkraftwerke (58) erklimmt und Japan vor der Katastrophe bereits die Marke von 50 nutzbaren Kraftwerken erreicht hatte.

Grafische Übersicht der weltweit geplanten Nutzung von Atomkraftwerken (2009)

Selbstverständlich finden sich Vor- und Nachteile für diese Technologie, denn ohne sie wäre eine Diskussion über Jahrzehnte gar nicht möglich. Der Leitgedanke, der Wirtschaft und Politik Hand in Hand gehen lässt, ist die rentable, kostengünstige Bereitstellung großer Massen elektrischer Energie auf verhältnismäßig kleinem Raum. All dies sind Fakten, die jedem Energiekonzern das Herz höher schlagen lässt, wenn es um die zukunftsträchtige Energieversorgung einer Nation geht. Dass ein Großteil dieser Pro-Argumente einfach widerlegt werden kann und oftmals von Beschönigungen angetrieben werden, versuchen Atomkraft-Gegner, die sich dem Umweltschutz und der Sicherheit vor katastrophalen Schäden verschrieben haben, zu beweisen. Unser Ziel soll es jedoch nicht sein, das Für- und Wider zu bewerten, sondern für die nötige Aufklärung zu sorgen. All unsere Leser, die sich mit dem Gegenargumenten näher auseinandersetzen wollen, verweisen wir daher auf das Dokument „Risiko Atomkraft“ – herausgegeben von keinem geringerem als der NGO Greenpeace.

Wirkungsweise und Arten von Kernreaktoren
Leitgedanke hinter jedem Kernkraftwerk ist die Nutzung des kontrollierten, radioaktiven Zerfalls von Atomen zur Umwandlung in thermische Energie, die wiederum durch das Zusammenspiel von Dampfturbinen und Generatoren in elektrische Energie umgewandelt wird. Hierzu werden Atomkerne gezielt durch die Hinzuführung von Neutronen angeregt, die zur Spaltung des Kerns führen. Diese Spaltung setzt neben radioaktiven Spaltprodukten enorme Energiemengen frei, die man sich durch die Kernreaktor-Technologie zunutze machen möchte. In großem Maßstab finden hierfür die sogenannten Brennstäbe Verwendung. Gefüllt mit Uran – einem Isotop mit für diese Reaktion günstigen Ausgangsbedingungen -, regen sich die einzelnen Brennstäbe untereinander durch deren Wechselwirkung und den Austausch von Neutronen an. Die erzeugte Wärmeenergie erhitzt das die Brennstäbe umgebende Wasser, das durch die hohen Temperaturen verdampft. Der Wasserdampf treibt Dampfturbinen an, die an Generatoren angeschlossen sind und der Erzeugung von Strom dienen. Das Wasser übernimmt dabei nicht nur die Rolle der Energieübertragung, sondern sorgt gleichermaßen für die nötige Kühlung des Systems.

Grafische Übersicht eines Siedewasserreaktors. (Copyright © Robert Steffens, Lizenz: CC BY-SA 3.0)

Um trotz der automatischen Kühlung potentiellen Störfällen vorzubeugen, wurde in allen Kernkraftwerke eine Vielzahl von Sicherungsmaßnahmen integriert. Diese wirken direkt auf die Neutronenaktivität ein und versuchen sie einzudämmen, sodass die Wechselwirkung der Brennstäbe zum Erliegen kommt. Bekannte Mittel sind etwa das Hinzufügen von Borsäure in das Kühlwasser oder das automatische Einfahren der sogenannten Steuerstäbe zwischen die Brennstäbe. Das eigentliche Risiko besteht darin, dass trotz der Unterbrechung der Kettenreaktion die Brennstäbe weiterhin Energie und damit Wärme produzieren. Eine kontinuierliche Kühlung ist deshalb unverzichtbar. Die Anfälligkeit eines Kernreaktors erklärt sich daher, dass für eine unablässige Kühlung Energie bereitstehen muss, um die Pumpen des Kühlsystems anzutreiben. Setzt die Kühlung aus, erhitzen sich die Brennstäbe auf eine derart hohe Temperatur, dass die Kühlflüssigkeit verdampft, sich das radioaktive Material regelrecht durch die Außenwände frisst und in Kontakt mit der Systemumwelt kommt. Es entsteht eine Kernschmelze, dicht gefolgt von dem gefürchteten „größten anzunehmenden Unfall“ (GAU), der sich durch die Überschreitung der angenommenen Folgen zum Super-GAU entwickeln kann. Die Katastrophe ist vorprogrammiert.

Angesichts der verfügbaren Technologien von Atomkraftwerken unterscheidet man in Leicht- und Schwerwasserreaktoren, Graphitreaktoren, Brutreaktoren und diverse Sondertypen. Jede Art birgt seine eigenen Vor- und Nachteile im Risiko eines Störfalls und der effizienten Nutzung des Spaltmaterials. Da für unsere Betrachtung nur Leichtwasserreaktoren in Frage kommen und dieser Typ die Mehrheit heutiger Kernkraftwerke ausmacht, gehen wir auf die übrigen Reaktortypen nicht weiter ein. Eine Übersicht ist bei Wikipedia zu finden.

Eine Wasserdampfturbine in Originalgröße, wie sie im Kühlsystem von Kernreaktoren Verwendung findet. (Copyright © Wittkowsky, Lizenz: CC BY-SA 3.0)

Der Leichtwasserreaktor trägt seinen Namen durch die Nutzung von normalem, leichtem Wasser, das in das Kühlsystem des Reaktors eingespeist wird. Dies macht die Nutzung von angereichertem Uran zur Förderung der Kernspaltung notwendig. Hierzu zählen der Siedewasserreaktor (SWR), als auch der Druckwasserreaktor (DWR). Der DWR wird bei den heutigen in Betrieb stehenden Reaktoren am häufigsten verwendet. In Europa und besonders Deutschland und Frankreich wurde er fast ausschließlich gebaut, während Japan von der SWR-Technologie profitieren möchte.

Der wichtigste Unterschied beider Reaktortypen besteht in der Wirkungsweise des Kühlsystems. Während beim Siedewasserreaktor das Wasser zum Antreiben der Turbinen mit den Brennstäben in Kontakt kommt und unter anderem die Reinigung der Turbinen erschwert, verfügt der Druckwasserreaktor über mehrere Wasserkreisläufe. Das durch die Brennstäbe erhitzte Wasser sorgt für die Erhitzung eines zweiten Wasserkreislaufs, der für das Antreiben der Turbinen genutzt wird. Somit wird der Kreislauf des mit Spaltprodukten belasteten Wassers klein gehalten, ohne durch das gesamte System zu strömen.

Ein weiterer Nachteil der Siedewasserreaktoren ist der Verbau der Steuerstäbe. Diese sitzen technisch bedingt zumeist am Boden des Reaktors und müssen bei einem Störfall durch Energiezufuhr zwischen die Brennstäbe geschoben werden. Bei einem Druckwasserreaktor wurde das Problem auf die Weise gelöst, dass die Steuerstäbe während des normalen Betriebsablaufs elektronisch über den Brennstäben arretiert sind. Kommt es zu einem Ausfall der Energieversorgung, unterbricht der Stromkreis und die Steuerstäbe fallen automatisch zwischen die Brennstäbe. Eine Weiterentwicklung des DWR stellt der Europäische Druckwasserreaktor (EWR) dar. Dieser ähnelt dem gängigen DWR, wurde jedoch auf die Gefahr einer Kernschmelze hin mit zusätzlichen Sicherungsmaßnahmen wie der Integrierung einer Auffangwanne ausgestattet.

Die grafische Darstellung eines Druckwasserreaktors mit getrennten Wasserkreisläufen. (Copyright © San Jose, Lizenz: CC BY 3.0)

Mit dieser Erläuterung von Kernreaktoren hoffen wir, die nötige Basis geschaffen zu haben, um uns dem zweiten Teil unseres Artikels zu widmen: Ursache und Ablauf der Katastrophe von Fukushima Daiichi. Sollten Sie uns auf bestimmte Themen hinweisen wollen, bei unseren Ausführungen einen Fehler bemerkt oder gewisse Zusammenhänge näher erklärt haben, so stehen wir Ihnen unter fukushima247@googlemail.com gerne zur Verfügung. Alternativ können Sie auch ein Kommentar hinterlassen.

Quellen: IEAE | physikblog.eu